Stechpaddel
Die von den Ureinwohnern Nordamerikas entwickelten Paddeltypen können durchaus als die Vorfahren heutiger Paddelformen bezeichnen werden. Doch gab und gibt es sie in fast allen anderen Gegenden der Erde. Es existieren historische Bilder von Kajaks und Baidarkas, die mit dem Stechpaddel gepaddelt werden. Paddel wurden und werden nach den Randbedingungen ausgewählt - vergleichbar mit dem Schuhwerk zu Lande.
Die größte Beliebtheit verbucht heute die Bauform "Beavertail" '(Biberschwanz). Das ist etwas verwunderlich, da in Nordamerika sehr viele verschiedene Paddel in unterschiedlichen Gebieten entwickelt wurden. Neben den guten Eigenschaften des Paddels wurde es wohl deshalb so bekannt, weil Old Town und Chestnut beim Kauf eines Kanus lange Zeit auch zwei Beavertail-Paddel mitlieferten.
Das Stechpaddel dient der Fortbewegung eines Kanus oder anderen Kleinbootes durch Muskelkraft. Das Stechpaddel besteht aus einem Schaft, an dessen Enden sich ein Knauf für die Hand und ein Paddelblatt zur Übertragung der Kraft auf das Wasser befinden. Vielfältige Paddelschläge erlauben es dem geübten Paddler auch alleine im Boot ohne Seitenwechsel des Stechpaddels stetig gradeaus zu fahren. Bezüglich der Werkstoffe gelten die gleichen Grundsätze wie für Doppelpaddel.