Doppelpaddel

Das Doppelpaddel besteht aus einem Schaft, an dessen beiden Enden sich je ein Paddelblatt zur Übertragung der Kraft auf das Wasser befinden. Paddel für den Wildwassereinsatz sind üblicherweise mit einer Aluminiumkante gegen Verschleiß verstärkt. Beim Paddeln zieht man sich mit einem Blatt gegen das Wasser weiter, während man das freie Blatt weit in der Luft nach weiter vor dreht, um es dann ein Stückchen weiter vorne einzutauchen.

Deshalb werden moderne Paddel meist ca. 50°... 90° zueinander verdreht, um den Luftwiderstand des Paddelblattes zu reduzieren. Man unterscheidet rechts- und linksgedrehte Doppelpaddel. Die Richtung der Drehung, die ein Paddler verwenden sollte, hat - im Gegensatz zur verbreiteten Meinung - nichts damit zu tun, ob man Links- oder Rechtshänder ist. Es ist reine Gewöhnungssache.

Im Kanurennsport werden Paddel aus Hochleistungskunststoffen verwendet. Wanderfahrer sprechen meist vom Löffelpaddel. Das Blatt ist bei diesen Blättern als Tragfläche konzipiert (gewölbte Blattform) und wird nach hydrostatischen Grundsätzen besonders ausgeformt.

Die historischen Doppelpaddel aus Grönland oder Alaska erfreuen sich unter Paddlern Nordamerikas und Europas einer wachsenden Beliebtheit. Nicht zuletzt wohl deshalb, da die Ursprünge des heutigen Paddelsports größtenteils in diesen Regionen liegen und diese Paddel auch objektive Vorteile haben: bei relativ geringen Materialkosten bereitet der Selbstbau keine größeren Probleme. Die Fläche im Wind und damit der Windwiderstand ist gering. Die hohe Effektivität beruht auf hydrodynamischen Grundsätzen (Verwirbelungen); es wird kürzer und schneller gepaddelt - bei etwa 60 Schlägen in der Minute.