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bordmotoren

mit langer Propellerwelle sind Anfang des 20. Jahrhunderts in erster Linie als Antrieb für Arbeitsfahrzeuge entwickelt worden. Die Umrüstung war kostengünstig, weil sie fast keine Veränderungen am Bootskörper erforderte, und notfalls konnte man immer noch segeln oder paddeln wie gewohnt. Später begannen die Hersteller kleinere Motoren in falt-boottauglicher Größe zu fertigen, deren Preise durch die Massen-fertigung der Motoren sanken. Immer mehr begüterte Freizeitkapitäne konnten sich nun so ein Ding "zum Vergnügen" leisten. Erstaunlicherweise haben sich die Leistungsdaten dieser Motoren im Laufe der Jahre wenig geändert. Knapp 2 PS bei über 10 kg Motor-gewicht und einem Spritverbrauch von rund einem Liter in der Stunde bringen das Zweier-Faltkajak ein gutes Dutzend Kilometer voran. Der aufkommende Umweltschutzgedanke war dann der Anfang vom Ende der Seitenborder. Zunehmende Einschränkungen der Behörden drängen Motorbootfahrer auf Groß-gewässer ab und bewegen sie zum Kauf großer passender Boote. Mit dem Mauerfall stellen die Berliner Vergaser- und Filterwerke die Produktion des letzten in Deutschland gefertigten Seitenbordmotors „Tümmler“ ein.