Außenbordmotoren

Bereits im Jahr 1906 tauchte eine Erfindung auf, deren Tragweite sicher schwer zu übersehen war. Der Amerikaner Olin Evinrude hatte einen „abnehmbaren Ruderbootmotor" entwickelt. Seine erste Maschine, ein Zweitakter von 1,5 PS (1,1 kW), wog 34 kg. Der Evinrude-Motor wurde bereits 1911 nach Deutschland importiert. Der Motor konnte mit einer langen, schräg nach hinten ins Wasser tauchenden Propellerwelle, auf dem Heck beliebiger Boote montiert werden.

1926 brachte die Zeitschrift „Die Yacht" eine Anzeige für einen „Mercur-Zweizylinder-Außenbordmotor" von 3—5 PS (2,2-3,65 kW); er wurde wahrscheinlich vom Deutschen E. Hasse entwickelt.
Heute ist der Außenbordmotor nicht nur unentbehrlicher Hilfsantrieb für kleinere Segelboote und Antrieb für viele kleine Boote bis hin zum Beiboot und Schlauchboot. In hohen Leistungsbereichen treibt er auch große Motoryachten und Rennboote an.

Mit einem 4-Zylinder-Außenbord-Boxermotor gewann Dr. Richter, München, 1956 den Großen Preis von Deutschland. Der Motor leistete bei 6200 Umdr./min bis 120 PS (88 kw) und wog 90 kg. Das Boot: ein geklinkertes Stufenboot aus Sperrholz. Es kam auf 130 km/h.